Montag, 21 August 2017

Unterrichtsprinzipien

Aus unserer Sicht müssen die Formen des Unterrichts und die Lernmethoden an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung folgende Bedingungen berücksichtigen:
 ·       Die Klassen bestehen aus Schülerinnen und Schülern mit verschiedensten Beeinträchtigungen, die sich sehr individuell auf ihre Lernmöglichkeiten und ihr Lerntempo auswirken können (Heterogenität).
·        Für körperlich und mehrfach behinderte Schülerinnen und Schüler ist die Selbstständigkeit und die Selbststeuerung - neben den gültigen Lehrplänen und Richtlinien - immer gleichzeitig auch ein Lerngegenstand.
·        Als Ganztagsschule ist die Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung ein wichtiger Lebensraum für unsere Schülerschaft. Gemeinschaftsaktionen, Feste und Feiern sowie Unterrichtsfahrten müssen in den Schullltag integriert werden. Ebenso bieten klassenübergreifende Lerngruppen, Arbeitsgemeinschaften, Partner- und Gruppenarbeiten neben der Individualisierung des Unterrichts, die Möglichkeit des sozialen Miteinanders.
·         Auf Grund der Notwendigkeit eines individualisierten Unterrichtes berücksichtigen wir für die Planung, Durchführung und Auswertung von Unterricht folgende Prinzipien:

Prinzip der Lebensnähe

Die Lerninhalten haben einen direkten Bezug zum Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung für den Einzelnen.

Prinzip des handlungs- und erfahrungsorientierten Lernens

Unterricht sollte eine Mischung aus Handlung und Problemlösung sein.

Prinzip der Individualisierung / Differenzierung

Der Unterricht orientiert sich sets an den individuellen Voraussetzungen der Lerngruppe und umfasst sowohl die Möglichkeit der Leistungsdifferenzierung als auch die Umsetzung individueller Förderpläne in der Einzelförderung.

Prinzip der Anschauung

Aufgrund von eingeschränkten Umwelterfahrungen vieler Schülerinnen und Schüler muss der Unterricht möglichst anschaulich sein. Dies bezieht den handelnden Umgang mit realen Gegenständen aus dem Umfeld der Schülerinnen und Schüler ebenso ein wie das Durchführen von Unterrichtsgängen, in deren Rahmen die Schülerinnen und Schüler Dinge und Phänomene in der Realität erfahren können.

Prinzip der Selbsttätigkeit und der abnehnemenden Hilfe

Durch handelndes Lernen und Einüben wichtiger Fertigkeiten soll eine bessere Einsicht in Vorgehensweisen und eine Festigung erworbener Fähigkeiten erreicht werden. Unter dem Motto "Hilfe - so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig!" wird wowohl die Selbstständigkeit als auch das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler gefördert.

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